PROJEKTBESCHREIBUNG

  • Das Projekt von Mikołaj Grynberg baut auf einen Photographiezyklus auf: Porträts der Besucher der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und Aufnahmen des Geländes des ehemaligen Konzentrationslager;
  • schwarz-weiße Porträtphotos sind ansatzweise undeutlich und unscharf, was eine universelle Aussprache der Bilder ermöglicht
  • die Idee für die Durchführung des Projektes stammte aus den zahlreichen Besuchen des Künstlers in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und einer Beobachtung der anderen Besucher des Ortes;
  • das Ziel des Künstlers war mit Besuchern der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, also in einem stark emotional geladen Ort, in Kontakt zu treten. Dank der Kontaktaufnahme versucht auch er seine ständige Rückkehr zu diesem Ort zu verstehen.



Das Projekt „Auschwitz, was mache ich hier? besteht aus:

  • einer zweisprachigen Photopublikation;
  • einer Ausstellung;
  • einem Bildungsangebot;
  • einer Internetseite.

 

DIE EINZIGARTIGKEIT DES PROJEKTES

  • Kurze Ziatate aus den Gesprächen des Mikołaj Grynbergs mit Besuchern der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ergänzen die photographische Ebene des Projektes. Warum sind sie hier, was hat sie dazu bewegt?

  • Dank der kurzen Gespräche mit Anderen versucht der Künstler sich selbst auch die gleiche Frage zu stellen…

 

  • Ich bin hierher gekommen, weil es der größte Friedhof der Welt sei, ohne Grabsteine. - Student

  • Ich bin hierher gekommen um es zu erfahren, um es zu begegnen, um es zu spüren. Man muss hierher kommen. - Schülerin

  • Das war ein Geschäftsbetrieb hier. Alle Kriege sind Geschäftsbetriebe und Politikangelegenheiten. Sie haben alles benutzt, sogar menschliche Haare. Ich spüre einen großen Verdruss, dass wir von solchen Erfahrungen nicht gelernt haben. - Lehrer

  • Warum haben die Menschen, die in den nahe liegenden Städten wohnten erlaubt, dass so etwas passiert? Ich bin wütend auf sie. - Lehrer

  • Was ist mit dem Überlebensinstinkt der Menschen passiert? Ich bin hierher gekommen um es zu verstehen. Jetzt weiß ich es und schäme mich, dass ich so gedacht habe. – Lehrer

  • Nachdem ich das Alles hier gesehen habe, denke ich, dass wir mehr auf das was um uns herum passiert achten müssen. Wir können nicht erlauben, dass es noch mal passiert. - Schülerin

  • Mein Großvater hat dieses Lager überlebt. Bevor ich hierher gekommen bin, hat er zu mir gesagt ich soll sehen was zu sehen ist und versuchen nichts zu fühlen. Und? Hast du auf ihn gehört? Ja, sonst könnte ich es nicht verkraften.Schülerin

  • Ich bin hierher mit meinen Schülern gekommen, weil ich eine Lehrerin bin und weil es meine Aufgabe ist, zu erziehen und zu warnen. Ich habe aber Angst dass es nicht ausreicht, damit die Welt zur Vernunft kommt. - Lehrerin

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design: STUDIO27